Angebote
Was ich anbiete
Ich biete Gespräche und Begleitung für Menschen in existenziellen Lebenssituationen sowie für Angehörige, die Orientierung suchen.
Meine Arbeit ist ergebnisoffen, klar abgegrenzt und professionell reflektiert.
Ethische Beratung
Manche Lebenssituationen werfen Fragen auf, auf die es keine einfachen Antworten gibt:
- Wie gehe ich mit anhaltendem Leid um?
- Welche Verantwortung trage ich für mich selbst und für andere?
- Was ist mir wirklich wichtig?
- Wie finde ich Orientierung, wenn eigene Wünsche, Werte oder äußere Erwartungen miteinander in Konflikt geraten?
Ich begleite dich dabei, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und Entscheidungen in Ruhe zu reflektieren - respektvoll, ergebnisoffen und ohne Bewertung.
Begleitung bei Gedanken an das Lebensende
Wenn dich Gedanken an dein Lebensende beschäftigen oder du mit existenziellen Fragen ringst, biete ich dir einen geschützten Raum für offene Gespräche.
Prävention verstehe ich als Gespräch und Beziehung - als Möglichkeit, Gedanken auszusprechen, bevor Isolation entsteht.
Gedanken an das Lebensende dürfen ausgesprochen werden. Du musst sie nicht rechtfertigen und nicht allein mit ihnen bleiben.
Es geht nicht darum, dich zu überzeugen. Manchmal beginnt Orientierung bereits dort, wo Gedanken ausgesprochen werden dürfen.
Unterstützung für Angehörige
Als Angehörige*r, Pflegekraft oder nahestehende Person erlebst du möglicherweise Unsicherheit, Sorge oder Überforderung.
Ich biete dir einen geschützten Rahmen, um Fragen zu klären, Verantwortung einzuordnen und mit belastenden Situationen nicht allein zu bleiben.
Gespräche für An- und Zugehörige bei assistiertem Suizid
Wenn ein assistierter Suizid im Umfeld Thema ist, entstehen oft komplexe und widersprüchliche Gefühle:
- innere Zerrissenheit
- Angst, die falschen Worte zu wählen
- Schuld- und Loyalitätskonflikte
- Ohnmacht und Sprachlosigkeit
- der Wunsch zu unterstützen - und gleichzeitig zu schützen
Vieles davon bleibt unausgesprochen, um die betroffene Person nicht zusätzlich zu belasten.
Doch auch An- und Zugehörige brauchen Raum für ihre eigenen Gedanken, Sorgen und Fragen.
Ich biete dir einen geschützten Gesprächsraum, in dem du aussprechen kannst:
- was dich bewegt
- was du befürchtest
- was du vielleicht nicht sagen kannst
- wo deine eigenen Grenzen liegen
Diese Gespräche können dabei helfen,
- Gedanken zu sortieren
- innere Klärung zu ermöglichen
- emotionale Entlastung zu schaffen
- Beziehung verantwortungsvoll zu gestalten
- Isolation zu verringern
Sie dienen nicht dazu, Entscheidungen zu beeinflussen, sondern Raum für Orientierung, Reflexion und Begleitung zu schaffen.
Auch An- und Zugehörige brauchen Raum - nicht nur Haltung.
Zielgruppen
Mein Angebot richtet sich an:
- Menschen mit anhaltenden Gedanken an das Lebensende oder schwerer seelischer Belastung
- Schwerkranke oder ältere Menschen mit existenziellen Fragen
- An- und Zugehörige in Sorge oder Überforderung
- Fachkräfte im Umgang mit Menschen in seelischer Not, die ethische Orientierung suchen
Ablauf der Beratung
Phase 1 - Erstkontakt und Orientierung
Zu Beginn steht ein ruhiger Erstkontakt.
Dabei klären wir gemeinsam:
- was dich bewegt
- welche Erwartungen du mitbringst
- ob aktuell eine akute Gefährdung besteht
Bei akuter Selbstgefährdung handele ich schützend und transparent.
Gegebenenfalls binde ich ärztliche oder psychiatrische Unterstützung mit ein.
Phase 2 - Verstehen und Einordnen
In weiteren Gesprächen geht es darum, Belastungen, Lebensumstände und innere Konflikte besser zu verstehen.
Falls Hinweise auf behandelbare psychische Erkrankungen bestehen, unterstütz ich dich dabei, passende fachliche Hilfe zu finden.
Phase 3 - Ergebnisoffene Begleitung
Vertiefende Gespräche können sich mit folgenden Themen befassen:
- Autonomie und Selbstbestimmung
- Sinnfragen und persönliche Werte
- soziale Verantwortung und Beziehungen
- mögliche Unterstützungsangebote
Die Begleitung bleibt ergebnisoffen und klar abgegrenzt.
Phase 4 - Abschluss oder Weiterführung
Ein Beratungsprozess kann unterschiedlich verlaufen:
- Es entsteht neue Orientierung oder Entlastung.
- Ambivalenz bleibt bestehen und wird weiter reflektiert.
- Andere Unterstützungsangebote werden sinnvoll.
Die Gespräche enden nicht mit einer Entscheidung, sondern mit einem geklärten nächsten Schritt.
Wichtige Grenzen meiner Arbeit
Ich biete keine Suizidhilfe und keine Beratung zu Methoden oder Abläufen an.
Mein Angebot richtet sich auf Gespräch, Orientierung, Klärung und Begleitung.
Dabei geht es darum, Gedanken und Belastungen verstehbar zu machen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden zu lassen und gemeinsam nach möglichen nächsten Schritten zu schauen.
Haltung und Verantwortung
Meine Arbeit orientiert sich an ethischen Leitlinien, fachlichen Standards und den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen.
Ich arbeite transparent, dokumentiert und unabhängig von wirtschaftlichen Interessen.
Dabei steht für mich der Mensch mit seiner persönlichen Geschichte im Mittelpunkt - nicht eine bestimmte Entscheidung oder ein vorgegebenes Ergebnis.


